Ein Zustand der Verwirrung. Bezüglich #Paris.

In der Zeit, in der ich das hier schreibe, hätte ich vermutlich irgendein Spiel gespielt. Oder ich hätte weiter an irgendwelchen halbfertigen Texten geschrieben. Oder hier, an dieser Stelle, stünde eigentlich ein „Erfahrungsbericht“ zu Watch_Dogs, der Uncharted-Trilogie oder dem ersten Ratchet & Clank-Spiel.

Stattdessen mache ich etwas, das ich ursprünglich von diesem doch sehr popkulturell ausgelegten „Blog“ fern halten und trennen wollte:
Ich drücke meine persönlichen Gefühle und Gedanken aus.

Die Ereignisse, die sich am Freitag, 13. November, in Paris abspielten sowie die daraus resultierende Flut der Informationen in den sozialen Medien, verwirren mich.

Je mehr man herausfindet, je mehr ich lese und desto mehr man weiß, umso intensiver denke ich auch darüber nach. Und ich mache mir Sorgen. Große Sorgen, die sich bereits in Herzrasen und Übelkeit ausgedrückt haben. Diese allgemeine Verwirrung, diese Unruhe, diese Besorgnis, die springt von den Medien auf mich als Leser über und hinterlässt nur noch bohrende Fragen.

Was ist passiert? Wer steckt dahinter? Welche Folgen hat das für die Gesellschaft in Europa? Wie reagieren die Menschen darauf? Wie lange wird es dauern bis die besorgten Bürger die Opfer für sich instrumentalisieren? Wie lange dauert es, bis sich der Hass über die Ereignisse auf diejenigen entlädt, die gerade jetzt unseren Schutz und unser Verständnis brauchen?

Notstand in Frankreich, Anschläge im Mittleren Osten, Erdbeben in Japan. Menschen sterben. Und gestern stritt ich mich noch mit Leuten, deren Stimme nicht einmal kenne, über irgendwelchen Videospiel-Müll.

In solchen Momenten, merke ich, wie wichtig es ist, durchzuatmen. Sich nicht von der einströmenden Flut der Meldungen mitreißen lassen. Ruhe bewahren. Abwarten. Bis Klarheit herrscht. Bis sich die Lage beruhigt hat. Und bis man weiß, was die Hintergründe waren und was sich genau und warum ereignet hat.

Das ist, was Terroristen wollen. Sie wollen Angst und Verwirrung in der Bevölkerung stiften. Für Panik sorgen und dadurch nicht nur die Politik, sondern die gesamte Gesellschaft eines Landes schwächen.

Im Sinne der Opfer ist es einfach das beste, wenn man vielleicht weniger einen Gedanken daran verschwendet, wo man die heißesten Bilder und Videoaufnahmen herbekommt, sondern eher daran denkt, wie man Betroffenen von Leid und Terror am besten helfen kann. Dazu gehören auch hunderttausende Menschen, die jetzt zu uns reisen und die Hilfe suchen. Menschen, die jetzt unter Generalverdacht geraten, weil sie die gleiche Herkunft, die gleiche Hautfarbe und womöglich den gleichen Glauben haben, wie die Untiere, die im Namen religiöser Fehlinterpretationen morden und Schrecken verbreiten.

Wer in solchen Momenten beten will, der darf dies tun. Wer spenden will, der sollte spenden, auch an Hilfs- und Rettungsorganisationen. Am Ende sollte man keinen Gedanken an die Täter verschwenden. Den Fernseher abschalten, die sozialen Netzwerke schließen. Stattdessen einfach an die unschuldigen Menschen denken, die ihr Leben verloren. Und somit nicht zulassen, dass sie zu Instrumenten des Terrorismus‘ werden. Das ist, was am Ende zählt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s